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Der Sommer steht vor der Tür! Hier sind die wichtigsten Tipps und Empfehlungen von Dermatologen für einen sicheren Aufenthalt in der Sonne.
Egal, ob Sie gerne am Strand entspannen, in den Bergen unterwegs sind oder einfach einen Spaziergang durch die Stadt genießen – mit dem passenden Sonnenschutz können Sie sonnige Tage unbeschwert verbringen.
Doch was bedeutet SPF eigentlich? Welcher Lichtschutzfaktor eignet sich am besten fürs Gesicht? Gibt es einen passenden Sonnenschutz für fettige Haut? Und worauf sollten Eltern bei Babys und Kindern achten? In diesem Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige über Lichtschutzfaktoren, die richtige Anwendung von Sonnenschutzprodukten und die wichtigsten Empfehlungen von Dermatologen für einen sicheren Aufenthalt in der Sonne.
Themenübersicht:
UVA- und UVB-Strahlen wirken unterschiedlich auf die Haut, können jedoch beide Hautschäden verursachen. UVB-Strahlen lösen vor allem Sonnenbrand aus, während UVA-Strahlen tiefer in die Haut eindringen, die Bildung freier Radikale fördern und die lichtbedingte Hautalterung beschleunigen.
UV-Strahlung regt die Melanozyten zur Produktion von Melanin an, dem natürlichen Pigment, das der Haut ihre Bräune verleiht und sie in gewissem Maß vor der Sonne schützt. Dieser natürliche Schutz reicht jedoch nicht aus, um Hautschäden wirksam zu verhindern.
Intensive und ungeschützte Sonneneinstrahlung kann das Risiko für vorzeitige Hautalterung, Pigmentflecken und Hautkrebs erhöhen.

Entscheidend ist die Wahl eines geeigneten Sonnenschutzprodukts mit Breitbandschutz, das vor UVA- und UVB-Strahlen schützt. Solche Produkte helfen, die Haut vor den schädlichen Auswirkungen der UV-Strahlung zu schützen, indem sie einen Teil der Sonnenstrahlen absorbieren oder reflektieren. So beugen sie Hautschäden vor. Auf Sonnenschutzprodukten finden Sie den Hinweis „SPF” (Sun Protection Factor) beziehungsweise „LSF” (Lichtschutzfaktor). Er gibt an, wie gut ein Produkt die Haut vor UV-Strahlung schützt.
Was bedeutet SPF? (Sun Protection Factor)
Der Lichtschutzfaktor gibt an, wie lange die Haut im Vergleich zu ungeschützter Haut vor UVB-Strahlen geschützt werden kann. Zum Vergleich: LSF 30 filtert etwa 96 %, LSF 50 etwa 98 % der UVB-Strahlen. Wichtig ist jedoch zu wissen, dass kein Sonnenschutz einen vollständigen Schutz bietet. Deshalb sollte Sonnenschutz regelmäßig und großzügig erneut aufgetragen werden.
Je höher die Filterleistung eines Sonnenschutzprodukts ist, desto höher fällt auch der Lichtschutzfaktor (LSF) aus. Dieser wird berechnet, indem die Zeit bis zum Auftreten eines Sonnenbrands auf geschützter Haut mit der Zeit auf ungeschützter Haut verglichen wird. Ein LSF 20 bedeutet beispielsweise, dass die Haut etwa 20-mal länger der Sonne ausgesetzt werden kann, bevor ein vergleichbarer Sonnenbrand entsteht – vorausgesetzt, das Sonnenschutzmittel wurde ausreichend und korrekt aufgetragen.
Sonnenschutzprodukte mit mineralischen UV-Filtern, die auch als Sunblocker bezeichnet werden, bilden eine schützende Barriere auf der Haut. Sie enthalten mineralische Inhaltsstoffe wie Titandioxid oder Zinkoxid, deren Partikel die UV-Strahlen reflektieren und streuen. Solche Produkte lassen sich oft etwas schwerer verteilen und hinterlassen je nach Formulierung einen hellen Film auf der Haut. Gleichzeitig bieten sie einen zuverlässigen Schutz, indem sie das Eindringen der UV-Strahlung deutlich reduzieren.
Die meisten Sonnenschutzprodukte enthalten entweder mineralische oder chemische UV-Filter. Viele Formulierungen kombinieren sogar beide Filterarten, um einen umfassenden Schutz vor UVA- und UVB-Strahlen zu gewährleisten. Obwohl beide denselben Zweck erfüllen, unterscheiden sie sich in ihrer Wirkungsweise.
Mineralische UV-Filter verbleiben auf der Hautoberfläche und reflektieren bzw. streuen einen Teil der UV-Strahlen. Chemische UV-Filter absorbieren die UV-Strahlung hingegen und wandeln sie in Wärme um, die anschließend über die Haut abgegeben wird. Beide Filterarten können einen zuverlässigen Sonnenschutz bieten, sofern sie richtig angewendet und regelmäßig erneut aufgetragen werden.
Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick:
Die Wahl des richtigen Lichtschutzfaktors (LSF) hängt vor allem vom Hauttyp und der geplanten Aufenthaltsdauer in der Sonne ab. Wichtig ist auch, die intensive Mittagssonne zwischen 10 und 16 Uhr zu meiden. In diesem Zeitraum ist die UV-Strahlung am stärksten.

Bei der Wahl des passenden Sonnenschutzes sollten Sie außerdem die Reflexion der Sonnenstrahlen durch Wasser, Sand oder andere helle Oberflächen sowie die Höhenlage und den aktuellen UV-Index berücksichtigen. Dieser gibt die tägliche Intensität der UV-Strahlung an und hilft dabei, das persönliche Sonnenrisiko besser einzuschätzen.
Tragen Sie Sonnenschutz auch dann auf, wenn Sie sich im Schatten aufhalten. Denn UV-Strahlen werden von Wasser, Felsen und Sand reflektiert – insbesondere Sand und Wasser können einen großen Teil der Sonnenstrahlung zurückwerfen. Bedenken Sie außerdem, dass UVA- und UVB-Strahlen auch an bewölkten Tagen die Haut erreichen. Deshalb ist Sonnenschutz nicht nur bei strahlendem Sonnenschein wichtig.
Sonnenschutz sollte großzügig aufgetragen werden, idealerweise etwa 30 Minuten vor dem Aufenthalt in der Sonne. Anschließend empfiehlt es sich, den Sonnenschutz alle zwei Stunden sowie nach dem Schwimmen, starkem Schwitzen oder Abtrocknen erneut aufzutragen, da die Schutzwirkung mit der Zeit nachlässt. Ebenso wichtig ist die richtige Menge. Wird zu wenig Sonnenschutz verwendet, sinkt auch der tatsächliche Lichtschutzfaktor. So kann ein Produkt mit LSF 30 bei zu dünner Anwendung nur noch einen deutlich geringeren Schutz bieten.
Für einen durchschnittlich großen Erwachsenen werden etwa 35 Milliliter Sonnenschutz für den gesamten Körper empfohlen. Das entspricht etwa einem Teelöffel pro Arm und Bein sowie für die Vorder- und Rückseite des Oberkörpers und einem halben Teelöffel für Gesicht, Ohren und Hals.
Ein LSF 15 filtert etwa 93 % der UVB-Strahlen, ein LSF 30 rund 96 %. Das bedeutet, dass LSF 30 nicht doppelt so gut schützt wie LSF 15. Dasselbe gilt für LSF 100: Er bietet keinen doppelt so hohen Schutz wie LSF 50. Zum Vergleich: LSF 50 filtert etwa 98 %, LSF 100 rund 99 % der UVB-Strahlen.
Für die meisten Menschen bieten LSF 30 oder LSF 50 bereits einen sehr hohen Schutz, vorausgesetzt, das Sonnenschutzmittel wird ausreichend großzügig aufgetragen und alle zwei Stunden erneut aufgetragen. LSF 100 kann insbesondere für Menschen mit sehr heller oder besonders empfindlicher Haut sowie bei einem längeren Aufenthalt in intensiver Sonneneinstrahlung sinnvoll sein. Auch die Wahl der richtigen Produktform spielt eine Rolle. Sonnenmilch lässt sich leicht auftragen, zieht schnell ein und eignet sich für den Körper sowie für nahezu alle Hauttypen. Sonnenschutzgele sind aufgrund ihrer leichten Formulierung häufig eine gute Wahl für empfindliche oder zu Allergien neigende Haut.
Dermatologen empfehlen Sonnenöle hingegen aufgrund ihres meist niedrigen Lichtschutzfaktors nicht als alleinigen Sonnenschutz. Auch Olivenöl ist trotz seiner pflegenden und feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften kein Ersatz für ein Sonnenschutzprodukt mit LSF. Es bietet keinen zuverlässigen Schutz vor UVA- und UVB-Strahlen und kann Sonnenbrand, lichtbedingte Hautalterung und andere UV-bedingte Hautschäden nicht verhindern. Für einen sicheren Aufenthalt im Freien sollten Sie daher stets ein Breitband-Sonnenschutzprodukt mit UVA- und UVB-Schutz sowie einem geeigneten Lichtschutzfaktor verwenden.
Für die tägliche Hautpflege empfiehlt sich ein spezieller Sonnenschutz, der auf den jeweiligen Hauttyp abgestimmt ist. Menschen mit fettiger oder Mischhaut greifen häufig zu leichten Fluids oder nicht komedogenen Sonnenschutzprodukten, die die Poren nicht verstopfen. Trockene Haut profitiert hingegen von feuchtigkeitsspendenden Pflegecremes mit Lichtschutzfaktor.
Für Gesicht, Hals und Dekolleté eignen sich besonders Sonnenschutzcremes, die zusätzlich pflegende Inhaltsstoffe enthalten und auf die jeweiligen Bedürfnisse der Haut abgestimmt sind.

Kinderhaut ist besonders empfindlich gegenüber UV-Strahlung. Deshalb sollten Kinder unter drei Jahren möglichst keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Da es jedoch nicht immer möglich ist, Kinder dauerhaft im Schatten zu halten, ist ein zuverlässiger Sonnenschutz besonders wichtig. Tragen Sie ein Sonnenschutzprodukt mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF 30 oder höher) großzügig auf und erneuern Sie den Schutz regelmäßig.
Ebenso wichtig ist geeignete Kleidung: Kinder sollten einen Sonnenhut mit breiter Krempe oder langem Schirm tragen. Dieser schützt Gesicht und Augen vor intensiver Sonneneinstrahlung. Leichte, hellfarbige Kleidung hilft zusätzlich dabei, die Haut vor der Sonne zu schützen, da dunkle Farben Wärme stärker aufnehmen. Je jünger ein Kind ist, desto höher sollte der gewählte Lichtschutzfaktor sein.
Wir empfehlen daher, kleinere Kinder zwischen 11 und 16 Uhr möglichst im Schatten oder in geschlossenen Räumen spielen zu lassen. Wenn sich ein Aufenthalt im Freien nicht vermeiden lässt, sollten sie langärmlige, leichte Kleidung tragen und zuverlässig vor der Sonne geschützt werden.
Gerade in jungen Jahren ist ein konsequenter Sonnenschutz besonders wichtig. Ein Großteil der UV-Belastung wird bereits in der Kindheit und Jugend aufgenommen, weshalb Aufklärung und Prävention möglichst früh beginnen sollten. Je früher Sonnenschutz zum Alltag gehört, desto besser lässt sich das Risiko UV-bedingter Hautschäden im späteren Leben reduzieren.

Die wichtigsten Tipps für einen sicheren Aufenthalt in der Sonne auf einen Blick:
Möchten Sie sich optimal auf den Sommer vorbereiten? Dann entdecken Sie auch unseren Sommer-Ratgeber mit vielen weiteren Tipps rund um Sonnenschutz, Hautpflege, Feuchtigkeitspflege und weitere Sommer-Essentials – für unbeschwerte und sonnige Tage.

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