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Auch unsere Ernährungsweise unterliegt Trends, und das Jahr 2026 bringt spürbare Veränderungen mit sich. Empfehlungen von Experten entwickeln sich weiter und neue wissenschaftliche Erkenntnisse gewinnen an Bedeutung. Doch wie sieht es mit der veganen Ernährung innerhalb dieser neuen Leitlinien und Ernährungstrends aus?
Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht ist das Jahr 2026 äußerst spannend gestartet. Vor allem Nachrichten aus den USA sorgten für Aufsehen: die neuen „Dietary Guidelines for Americans“ (DGA) für die Jahre 2025–2030. Sie stellen viele bisherige Annahmen rund um eine „richtige“ Ernährung grundlegend infrage. Die seit Jahrzehnten gültige Ernährungspyramide wurde dabei sinnbildlich auf den Kopf gestellt.
Während Ernährungsexperten in anderen Teilen der Welt den neuen Ansatz teils als verwirrend bezeichnen, betonen die Verantwortlichen der DGA eine klare Priorität: den Fokus auf hochwertige, nährstoffreiche Lebensmittel tierischen (wie Eier, Geflügel und Meeresfrüchte) und pflanzlichen (darunter Bohnen, Erbsen, Linsen, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen und Soja) Ursprungs – mit einem klaren Schwerpunkt auf Proteinen.

Quelle: Dietary Guidelines for Americans
Laut den neuen DGA-Leitlinien liegt das empfohlene tägliche Proteinziel bei 1,2–1,6 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht, angepasst an den individuellen Kalorienbedarf. Das sind 50 bis 100 % mehr als in früheren Empfehlungen.
Auf dieser Basis folgt in der neu ausgerichteten Ernährungspyramide Obst mit einem höheren Anteil an natürlichem Zucker, wie etwa Bananen oder Trauben. An der Spitze der Pyramide – und damit mit dem geringsten empfohlenen Anteil – befindet sich Vollkorngetreide.
Welche Auswirkungen wird diese Neuausrichtung auf den Veganismus im Jahr 2026 haben? Auch darauf haben Ernährungsfachleute und Experten aus der Lebensmittelindustrie eine klare Antwort. Eines scheint sicher: Das laufende Jahr bringt zahlreiche Veränderungen und neue Impulse für pflanzenbasierte Ernährungskonzepte.
Themenübersicht:
Im vergangenen Jahr war es kaum möglich, Gesprächen über Proteine aus dem Weg zu gehen, und es sieht so aus, als würden sie auch 2026 ein zentrales Thema bleiben.
Allerdings prognostizieren Experten eine spürbare Verschiebung: weg vom extremen Fokus, hin zu mehr Ausgewogenheit. Ein Blick auf fleischlose Ernährungstrends der 1980er-Jahre oder die nahezu kohlenhydratfreie Ernährung der frühen 2000er zeigt ein bekanntes Muster. Nach Phasen der Übertreibung kehren wir langsam zu mehr Maß und Balance zurück.
Auch unser Verhältnis zum Essen hat sich verändert. Immer stärker gefragt sind Gerichte, die Genuss, Funktionalität und Vielseitigkeit miteinander verbinden und dabei visuell ansprechend sowie nährstoffreich sind. Tofu ist ein gutes Beispiel dafür: Er ist längst nicht mehr nur eine „Ersatzlösung“, sondern ein vielseitiger pflanzlicher Proteinlieferant. Er überzeugt gleichermaßen in asiatischen Klassikern wie auch in modernen Comfort-Food-Varianten, etwa als Tofu Scramble, knusprig gebacken mit aromatischen Saucen oder als Tofu-Tacos mit intensiven Umami-Toppings.
Neben Proteinen stehen auch Ballaststoffe zunehmend im Mittelpunkt. Expert:innen sind sich einig, dass ihre Bedeutung im Jahr 2026 weiter wachsen wird. Zur Unterstützung der Verdauungsgesundheit, der Gewichtskontrolle und der präventiven Gesundheitsvorsorge werden immer mehr ballaststoffreiche Produkte in den Regalen zu finden sein.
Einige Empfehlungen gehen sogar so weit, Ballaststoffe als Teil einer „Schutzstrategie” im Hinblick auf die Risiken zu betrachten, die von Mikroplastik für den menschlichen Organismus ausgehen könnten. In einer Zeit, in der Ernährungswissen und -empfehlungen weit verbreitet sind, haben Ballaststoffe und Proteine ihren festen Platz als Mainstream-Nährstoffe – sie sind leicht zugänglich, essenziell und fest im Alltag verankert.
Entdecken Sie, welche fünf Lebensmittel besonders reich an Ballaststoffen sind!

Der Nährwert von fermentierten Produkten wie Tempeh, Kimchi oder Miso-Paste wird zunehmend im Zusammenhang mit einer gesunden Verdauung und einem ausgewogenen Stoffwechsel anerkannt. Entsprechend häufiger finden sich diese Lebensmittel in nährstoffreichen Bowls, ausgewogenen Gerichten und kreativen Kombinationen mit pflanzlichen Proteinen wieder. Auch klassische darmfreundliche Lebensmittel wie Joghurt, Kefir und Sauerkraut werden 2026 noch mehr Aufmerksamkeit erhalten. Sie gelten schon lange nicht mehr nur als Beilage, sondern als fester Bestandteil einer modernen, bewussten Ernährung.
Im Jahr 2026 richtet sich der Fokus zunehmend auf den konkreten Nutzen, den Lebensmittel für unseren Körper bieten. So wird bestimmten Pilzarten, die bereits 2025 langsam im Mainstream angekommen sind, ein weiterer kräftiger Aufschwung prognostiziert. Gleichzeitig entwickeln sich Snacks immer mehr zu funktionalen Begleitern eines gesunden Lebensstils. Proteinreiche Kekse, knusprige Snacks, schonend verarbeitete Chips, ballaststoffreiche Produkte sowie Vollkorn- und Energieriegel werden zunehmend als schnelle, bewusste Zwischenmahlzeiten wahrgenommen – im Dienst von Gesundheit und Wohlbefinden.
Parallel dazu zeigt sich ein klarer Trend hin zu cleanen Zutaten und minimal verarbeiteten Lebensmitteln. Das bedeutet: mehr Tofu, Tempeh, Hülsenfrüchte und pflanzliche Proteine, die nicht ultraprozessiert sind. Pflanzliche Drinks wie Reis- und Sojadrinks werden dabei immer häufiger als vielseitige, alltagstaugliche Grundzutaten geschätzt.
Reisdrink überzeugt durch seinen milden, leichten Geschmack und wird zunehmend beim Frühstück, in Smoothie-Bowls und leichten Desserts eingesetzt. Sojadrink hat sich hingegen dank seines natürlichen Proteingehalts als stabile Milchalternative für Kaffee, Kochen und Backen etabliert. Ihre kurzen Zutatenlisten und ihr neutraler Geschmack passen perfekt zum Trend einer minimalistischen, „Whole-Food“-orientierten veganen Küche.
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Der Anstieg von Krankheiten in der konventionellen Eierproduktion fördert die Entwicklung und Beliebtheit veganer Alternativen zu Eiern und Käse zunehmend. Ein wichtiger Grund dafür ist die höhere Stabilität der Lieferkette: Die Herstellung pflanzlicher Ei-Alternativen ist weniger krisenanfällig und unabhängiger von äußeren Einflüssen.
Gleichzeitig nähern sich vegane Produkte in Textur, Geschmack und Funktion den klassischen Vorbildern immer mehr an. Auch die Produktion von veganen Käsealternativen verzeichnet ein stetiges Wachstum. Experten gehen davon aus, dass klimatische Entwicklungen den Trend zu pflanzlichen Alternativen weiter verstärken werden. Mehr über vegane Käse erfahren Sie über den Link.
Trotz der Herausforderungen, mit denen viele Branchen – darunter auch die Gastronomie – konfrontiert sind, geben die engagiertesten Akteur/innen nicht auf. Im Gegenteil: Sie suchen gezielt nach neuen Wegen, um sich weiterzuentwickeln. Dabei gilt Zusammenarbeit zunehmend als erfolgreiche Strategie. Die Menüs werden vielfältiger und kreativer und sprechen ein breiteres Publikum an. Erfolgreich sind vor allem Restaurants, die sich anpassen, eine Community aufbauen und mehr bieten als Erwartbares. Globale Aromen prägen die Küche – Prognosen zufolge könnte insbesondere die nahöstliche Küche an Bedeutung gewinnen.

Wer dieses Thema bisher ausgeblendet hat, wird es in Zukunft kaum noch ignorieren können. GLP-1-Therapien wie Ozempic sind längst im Mainstream angekommen und beeinflussen das Ernährungsverhalten vieler Menschen bereits deutlich. Die Lebensmittel- und Gastronomiebranche reagiert darauf mit Produkten und Menüs, die auf reduzierten Appetit, kleinere Portionen und eine höhere Nährstoffdichte abgestimmt sind.
Erfolgreich werden Anbieter sein, die ihr Sortiment und ihre Kommunikation gezielt auf das gesundheitsbewusste Mindset einer wachsenden Zielgruppe ausrichten – mit Fokus auf hochwertige Zutaten, klare Funktionalität und gut bekömmliche Mahlzeiten.
Im Kontext von Longevity wird eine vegane Ernährung zunehmend nicht mehr als kurzfristiger Trend, sondern als langfristige Strategie für Gesundheit und Vitalität betrachtet. Der Fokus auf vollwertige, ballaststoffreiche pflanzliche Lebensmittel, die reich an Phytonährstoffen und Antioxidantien sind, fügt sich nahtlos in moderne Konzepte des gesunden Alterns ein. Die Reduktion chronischer Entzündungen, die Unterstützung des Stoffwechsels und die Förderung der Darmgesundheit zählen zu den zentralen Säulen der Longevity-Forschung – Aspekte, die durch eine pflanzenbasierte Ernährung auf natürliche Weise adressiert werden. Genau deshalb wird die vegane Ernährung im Jahr 2026 immer häufiger als nachhaltige, durchdachte und wissenschaftlich fundierte Wahl diskutiert, die langfristig zur Lebensqualität beiträgt – nicht als Verzicht, sondern als bewusster Lebensstil!

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass viele der Gerichte, die Sie derzeit genießen, bereits vegan sind oder sich mit wenigen einfachen Anpassungen vegan umsetzen lassen. So können klassische Hauptgerichte mit Fleisch beispielsweise durch Speisen mit Bohnen, Erbsen, Linsen, Tofu, Nüssen oder Samen ersetzt werden.
Auch Milchprodukte lassen sich problemlos austauschen: Pflanzliche Drinks ersetzen Kuh- oder Ziegenmilch, Rührei kann durch Tofu ersetzt werden, Honig durch pflanzliche Süßungsmittel wie Agaven- oder Ahornsirup und Eier durch Leinsamen, Chiasamen oder fertige Ei-Ersatzprodukte. Anstelle von tierischer Milch verwenden Veganer pflanzliche Alternativen wie Mandel-, Reis-, Hafer-, Kokos- oder Sojadrinks. Klassischer Joghurt wird durch Varianten auf Hafer-, Soja- oder Kokosbasis ersetzt. Margarine dient als Alternative zu Butter, während Tofu – auch als Sojakäse bekannt – sowohl Käse als auch Fleisch in zahlreichen Rezepten ersetzen kann.
Und für alle Pasta-Liebhaber gilt: Hochwertige vegane Pastasorten sind heute problemlos erhältlich und lassen sich vielseitig in der pflanzlichen Küche einsetzen.
Für viele Menschen ist ein schrittweiser Übergang der sinnvollste Weg. Durch behutsame Veränderungen und das nach und nach Einführen neuer Lebensmittel geben Sie Ihrem Körper die Möglichkeit, sich an die neue Ernährungsweise zu gewöhnen. Im Folgenden finden Sie einige Tipps, die Ihnen den Einstieg so einfach und angenehm wie möglich machen.
Reduzieren Sie zunächst Ihren Fleischkonsum. Probieren Sie zunächst vegetarische Gerichte aus und ersetzen Sie diese nach und nach durch vegane Varianten. In unserem Gesundheitsbereich finden Sie zahlreiche einfache, schmackhafte und ausgewogene vegetarische und vegane Rezepte, die Sie inspirieren werden.
Betrachten Sie außerdem die Lebensmittel, die Sie bereits regelmäßig konsumieren, und tauschen Sie diese gezielt gegen pflanzliche Alternativen aus. Verwenden Sie beispielsweise pflanzliche Drinks (Soja, Mandel, Reis) statt Milch, vegane Ei-Ersatzprodukte oder Chiasamen statt Eier sowie Agaven- oder Ahornsirup statt Honig.
Probieren Sie bewusst neue Lebensmittel aus, die bisher vielleicht keinen festen Platz in Ihrer Küche hatten.
Achten Sie darauf, wichtige Nährstoffe gezielt abzudecken, insbesondere Proteine, Omega-3-Fettsäuren und Vitamin B12. Wählen Sie Ihre Lieblingsgerichte aus und bereiten Sie diese in einer veganen Variante zu. Das ist oft einfacher, als man zunächst denkt. Wenn Sie unsicher sind oder Fragen zur veganen Ernährung und Ihrer Gesundheit haben, empfiehlt es sich, vor der Umstellung Rücksprache mit einem Arzt oder einer Ernährungsfachkraft zu halten.
Veganismus und vegane Ernährung sind häufig mit Vorurteilen behaftet. Eines der verbreitetsten ist die Annahme, eine vegane Ernährung sei ungesund und liefere nicht genügend Proteine, Eisen oder Vitamin B12. Das entspricht jedoch nicht der Realität. Bei guter Planung kann eine vegane Ernährung äußerst ausgewogen, nährstoffreich und gesund sein.
Ein weiteres gängiges Vorurteil ist, dass vegane Ernährung teuer und schwer zugänglich sei. Zwar können einzelne vegane Spezialprodukte teurer sein als tierische Alternativen, doch gibt es zahlreiche preiswerte und leicht verfügbare Möglichkeiten, sich pflanzlich zu ernähren. Wenn Sie sehen möchten, wie ein ausgewogener veganer Wochenplan aussehen kann, empfehlen wir Ihnen unseren veganen Speiseplan mit sorgfältig ausgewählten Rezepten.
Ganz gleich, ob Sie sich vegan ernähren oder einfach Lust auf neue Aromen, Farben und Düfte in Ihrem Speiseplan haben – probieren Sie unbedingt die feinen und ausgewogenen Rezepte aus unserer Küche aus.
Wir entwickeln täglich neue vegane Rezepte, die nicht nur ausgewogen, sondern auch geschmacklich überzeugend sind. Im Folgenden stellen wir Ihnen einige unserer liebsten veganen Rezepte vor, die für neue Inspiration in Ihrer Küche sorgen werden:
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