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Manchmal benötigt der Körper neben einer ausgewogenen Ernährung zusätzliche Unterstützung in Form von Vitaminen. Diese wirken jedoch nur, wenn sie richtig angewendet werden.
Stellen Sie sich eine Zivilisation ohne Feuer vor – und gleichzeitig möchte niemand seine zerstörerische Kraft am eigenen Leib erfahren. Auch Dynamit wurde ursprünglich mit einer positiven Absicht entwickelt, um den Straßen- und Tunnelbau zu erleichtern. Doch anstelle kontrollierter Energie im Dienst des Fortschritts wurde es schnell zum Sinnbild für Waffen und Gewalt. Ähnlich verlief die Geschichte der Kernenergie. Die Botschaft ist klar: Selbst die wertvollsten Errungenschaften können, wenn sie falsch eingesetzt werden, mehr Schaden anrichten als Nutzen bringen. Genau dieses Prinzip gilt auch für Nahrungsergänzungsmittel, die wir heute meist in Form von Vitaminen zu uns nehmen.
Zugegeben, eine falsche Einnahme oder mangelnde Informationen werden den Körper nicht zerstören – doch warum sollten wir nicht das volle Potenzial dieser Produkte nutzen, in die wir investieren? Genau deshalb haben wir uns entschieden, die häufigsten Fehler bei der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln aufzuzeigen.
Themenübersicht:
Vitamine und andere Mikronährstoffe sind für zahlreiche physiologische Prozesse im Körper entscheidend, darunter die Funktion des Immunsystems, die Energieproduktion, die Geweberegeneration, das hormonelle Gleichgewicht, die Herzfunktion, die Regulation des Nervensystems, die mentale Gesundheit, die Muskelkraft sowie die Gesundheit von Knochen und Haut...
Wir gehen davon aus, dass sich diese Bedürfnisse durch eine vollwertige und ausgewogene Ernährung decken lassen. Dennoch können ausgelaugte Böden, Umwelttoxine, Probleme mit der Darmgesundheit, eine eingeschränkte Nährstoffaufnahme, chronischer Stress, stark verarbeitete Lebensmittel sowie bestimmte Medikamente und gesundheitliche Zustände das Risiko einer unzureichenden Vitaminaufnahme und von Vitaminmangel erhöhen.
In solchen Fällen kann eine gezielte Vitaminsupplementierung dazu beitragen, das Risiko von Nährstoffdefiziten zu reduzieren. Umso wichtiger ist es, Supplements strategisch einzusetzen, sie an die individuellen Bedürfnisse anzupassen oder zumindest häufige Fehler zu vermeiden, die ihre Wirkung deutlich mindern können.
Einer der häufigsten und zugleich am meisten unterschätzten Fehler ist die Aufnahme desselben Nährstoffs aus mehreren unterschiedlichen Produkten. Morgens ein Multivitaminpräparat, tagsüber ein Immunpräparat, am Nachmittag ein Energydrink und abends noch ein weiteres Supplement, zum Beispiel Vitamin D. Auch wenn jedes einzelne Produkt für sich genommen unbedenklich erscheint und einen klar definierten Anwendungsbereich hat, kann die Kombination schnell zu einer deutlich höheren Aufnahme führen, als vermutet.
Dies betrifft insbesondere Vitamine und Mineralstoffe mit klar definierten oberen Aufnahmemengen. Das Problem liegt nicht in einem einzelnen Produkt, sondern in der Summierung, die von Konsumentinnen und Konsumenten nur selten überprüft wird. Die meisten Menschen lesen die Etiketten einzelner Produkte, betrachten jedoch den gesamten Tagesverlauf kaum als Ganzes.

Oft wird angenommen, dass höhere Dosen von Nahrungsergänzungsmitteln eine stärkere oder schnellere Wirkung erzielen. Der Körper funktioniert jedoch nicht nach dem Prinzip einer linearen Steigerung. Bei bestimmten Nahrungsergänzungsmitteln oder Vitaminen kann der Unterschied zwischen einer sinnvollen und einer problematischen Dosis beispielsweise sehr gering sein.
Eine übermäßige Zufuhr führt nicht zwangsläufig sofort zu auffälligen Symptomen. Oft äußert sie sich subtil, beispielsweise durch Verdauungsbeschwerden, allgemeines Unwohlsein, ein Ungleichgewicht anderer Mineralstoffe oder das diffuse Gefühl, dass „etwas nicht stimmt“. Solche Anzeichen werden jedoch nur selten mit einer ungeeigneten Supplementierung in Verbindung gebracht.
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Fühlen Sie sich müde und denken sofort, dass Ihnen Eisen fehlt? Damit sind Sie nicht allein. Doch genau diese automatisierte Schlussfolgerung birgt eine Falle, die nicht zu unterschätzen ist. Müdigkeit kann viele Ursachen haben und Eisen ist keineswegs die universelle Antwort.
Die Einnahme von Eisen ohne tatsächlichen Bedarf ist nicht harmlos, insbesondere bei langfristiger Anwendung oder in ungeeigneten Kombinationen. Zudem kann die Eisenaufnahme deutlich reduziert werden, wenn Eisen gemeinsam mit bestimmten Mineralstoffen oder Lebensmitteln eingenommen wird. Das verstärkt oft den Eindruck, dass es „nicht wirkt“, woraufhin die Dosis erhöht wird – ein Weg in einen regelrechten Teufelskreis.
Konzentrieren Sie sich mehr darauf, was Sie einnehmen, als wann? Dann begehen Sie möglicherweise einen weiteren häufigen Fehler. Manche Nahrungsergänzungsmittel werden besser mit einer Mahlzeit aufgenommen, andere mit zeitlichem Abstand zu bestimmten Nährstoffen und wieder andere wirken am besten zu einer bestimmten Tageszeit.
In der Praxis bedeutet das: Sie können noch so diszipliniert sein und Nahrungsergänzungsmittel täglich zur gleichen Zeit einnehmen, dennoch ziehen Sie unter Umständen nicht den vollen Nutzen daraus. Deshalb lohnt es sich, auf folgende Punkte zu achten:
Nahrungsergänzungsmittel werden oft als etwas völlig Getrenntes von Medikamenten wahrgenommen. Der Körper unterscheidet jedoch nicht so klar. Bestimmte Vitamine, Mineralstoffe und pflanzliche Extrakte können die Aufnahme von Medikamenten beeinflussen oder deren Verstoffwechselung verändern.
Johanniskraut und Vitamin K können die Wirksamkeit bestimmter Therapien beeinträchtigen. Magnesium bzw. Kalzium können die Aufnahme einiger Antibiotika verringern, während hohe Dosen von Biotin die Aussagekraft bestimmter Laborwerte verfälschen können.
Konsultieren Sie stets einen Arzt oder eine medizinische Fachperson, bevor Sie ein neues Nahrungsergänzungsmittel in Ihre Routine aufnehmen, insbesondere, wenn Sie bereits Medikamente einnehmen oder unter gesundheitlichen Beschwerden leiden. Seien Sie sich möglicher Wechselwirkungen oder Nebenwirkungen bewusst und hören Sie auf Ihren Körper. Wenn etwas nicht stimmt, setzen Sie das Produkt ab und holen Sie sich fachlichen Rat.
Einer der subtileren, aber weit verbreiteten Fehler ist die Erwartung, dass ein Nahrungsergänzungsmittel chronischen Schlafmangel, eine unausgewogene Ernährung oder anhaltenden Stress ausgleichen kann.
Nahrungsergänzungsmittel können unterstützend wirken, sie sind jedoch kein Zauberstab, der alle Symptome beseitigt oder nachhaltige Veränderungen allein herbeiführt. Werden sie als Ersatz statt als Ergänzung eingesetzt, ist Enttäuschung nahezu vorprogrammiert – oft gefolgt vom Kauf eines weiteren Produkts, dann noch eines... und schon befindet man sich in einem Teufelskreis.
Achten Sie daher besonders bei sogenannten „Immun“-Formeln, Kollagen, Probiotika, verschiedenen Vitaminen oder Detox-Präparaten auf einen bewussten Umgang und integrieren Sie diese sinnvoll und abgestimmt in Ihre persönliche Routine.
Gerade in den kälteren Monaten, in denen das Immunsystem besonders gefordert ist, ist eine ausgewogene Ernährung und die Zufuhr essenzieller Nährstoffe besonders wichtig. Vitamine und Mineralstoffe wie Vitamin D, Eisen, Vitamin B12, Folat (B9) und Zink sind entscheidend für Energie, Widerstandsfähigkeit und das allgemeine Gefühl von Vitalität. Manche Menschen benötigen zudem Nahrungsergänzungsmittel, um den Schlaf zu unterstützen oder persönliche Ziele besser zu erreichen.
Dennoch wird empfohlen, vor der Einnahme neuer Nahrungsergänzungsmittel Rücksprache mit einer medizinischen Fachperson zu halten. Supplements können mit Medikamenten interagieren oder bei zu hoher Dosierung problematisch sein.
Selbst bei sorgfältiger Planung und Umsetzung einer ausgewogenen Ernährung besteht dennoch die Möglichkeit eines erhöhten Risikos für Nährstoffdefizite. Die Gründe dafür können sehr unterschiedlich sein:

Ein Mangel an Vitamin D – oft auch als „Sonnenvitamin“ bezeichnet – ist in den Wintermonaten keine Seltenheit. Die Symptome werden dabei leicht mit dem sogenannten „Winterblues“ verwechselt.
Mögliche Symptome:
Da Eisen eine zentrale Rolle beim Sauerstofftransport im Körper spielt, kann ein Mangel zu einer verminderten körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit führen – in ausgeprägten Fällen auch zu einer Anämie.
Mögliche Symptome:
Diese Vitamine sind wichtig für die Bildung roter Blutkörperchen und die normale Funktion des Nervensystems. Von einem Mangel sind am häufigsten ältere Menschen sowie Personen betroffen, die keine Lebensmittel tierischen Ursprungs konsumieren.
Mögliche Symptome:
Zink ist an der Funktion des Immunsystems beteiligt, unterstützt die Wundheilung und ist wichtig für den normalen Geschmacks- und Geruchssinn. Kein Wunder also, dass ein Zinkmangel besonders häufig in den Wintermonaten auffällt.
Mögliche Symptome:
Vitamine und Mineralstoffe genießen seit Langem einen beinahe kultartigen Status, wenn es um ein ausgewogenes und gesundes Leben geht. Viele Menschen glauben, dass sie vor Erkältungen und Grippe schützen, dabei helfen, den Alltag stressfrei zu bewältigen, den Schlaf verbessern und Defizite einer unausgewogenen Ernährung ausgleichen können.
So soll Zink Erkältungen verkürzen, Vitamin D für starke Knochen und ein besseres Immunsystem sorgen, Vitamine der B-Gruppe die Stressresistenz erhöhen und es gibt sogar Präparate, die zu mehr Energie verhelfen oder den Weg zum Wunschgewicht erleichtern sollen.
Wo also endet die Wissenschaft und wo beginnt das Marketing? Berücksichtigt man die Hinweise am Anfang des Textes, ist die Antwort eigentlich recht einfach.
Wichtig ist, sich daran zu erinnern, dass eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung nach wie vor der beste Weg ist, um den Körper mit allen notwendigen Nährstoffen zu versorgen. Vitamine und andere Nahrungsergänzungsmittel sind letztlich Ergänzungen zu einer gesunden Ernährung und Lebensweise. Sie können dabei helfen, schneller die gewünschten Ergebnisse zu erzielen – vorausgesetzt, sie werden richtig und bewusst eingesetzt.
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